{"id":445,"date":"2016-02-18T13:54:19","date_gmt":"2016-02-18T12:54:19","guid":{"rendered":"http:\/\/ta-wor.de\/?p=445"},"modified":"2017-06-06T06:53:56","modified_gmt":"2017-06-06T05:53:56","slug":"schwerkraft-gibts-nicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ta-wor.de\/?p=445","title":{"rendered":"Schwerkraft ? Gibt\u2019s nicht !"},"content":{"rendered":"<p>Parkour \u2013 Sportart ohne Grenzen<\/p>\n<p>Von Dominik Stallein<\/p>\n<p>Quelle: Isar-Loisachbote\/Geretsrieder Merkur, Donnerstag, 18. Februar 2016 | Nr. 40<\/p>\n<p>Felix Hempel sprintet auf die Hallenwand zu, ist nur noch wenige Schritte von ihr entfernt. Statt abzubremsen, macht er einen gro\u00dfen Satz und l\u00e4uft \u2013 zumindest sieht es kurz so aus \u2013 senkrecht an der Wand nach oben. Dann dreht er sich um die eigene Achse und landet nach einem fulminanten R\u00fcckw\u00e4rtssalto sicher auf beiden Beinen. Als w\u00e4re das nicht genug, st\u00fcrmt der 18-J\u00e4hrige nun auf zwei Hindernisse zu, jeweils knapp einen Meter hoch. Kurz davor hechtet der junge Sportler nach vorne und gleitet katzengewandt \u00fcber beide hinweg.<\/p>\n<p>Was aussieht wie eine Szene aus einem Actionfilm \u2013 James Bonds Abenteuer \u201eCasino Royale\u201c begann mit einem derartigen Hindernislauf \u2013 ist f\u00fcr die Mitglieder der Parkour-Mannschaft des TSV Wolfratshausen Routine. Jeden Dienstagabend treffen sich die knapp 15 jungen M\u00e4nner in der Turnhalle der Wolfratshauser Realschule und probieren neue Tricks und Stunts aus. Einen festen Trainingsplan gibt es nicht. Die 14- bis 20-j\u00e4hrigen Sportler \u201eprobieren einfach aus, worauf wir Lust haben\u201c, erkl\u00e4rt Philipp Sowade. Der 20-J\u00e4hrige leitet die TSV-Gruppe.<\/p>\n<p>Die Disziplin, der die Jugendlichen in der Halle nachgehen nennt sich Freerunning. Das Besondere an dieser Form des Parkours ist, dass das Repertoire der Bewegungen keine Grenzen kennt, es wird st\u00e4ndig durch die Kreativit\u00e4t der Anh\u00e4nger erweitert. \u201eMan kann seine Grenzen austesten\u201c, sagt Sowade. Anregungen holen sich die Jugendlichen von anderen Sportarten.\u00a0 Einige der Mitglieder waren schon in der Turnabteilung des TSV Wolfratshausen aktiv, andere tanzen Breakdance, manche betreiben Kampfsport. Auch Quereinsteiger sind jederzeit willkommen. \u201eDenen, die ganz neu kommen, zeigen wir erst einmal die Grundlagen\u201c, sagt Sowade. Dazu geh\u00f6rt die richtige Absprungtechnik oder das gefahrlose Abrollen auf dem Boden. \u201eDanach k\u00f6nnen sie sich aber schnell an die schwierigeren Bewe-gungen und Tricks heranwagen.\u201c Nur, wenn sie all diese F\u00e4higkeiten beherrschen, k\u00f6nnen die Jugendlichen ihrem actionreichen Hobby verletzungsfrei nachgehen. Um in der Bewegungsfreiheit nicht eingeschr\u00e4nkt zu sein, tragen die Teilnehmer n\u00e4mlich keine Schutzkleidung. Verletzungen gibt es dennoch selten. \u201eDas Schlimmste, was ich bisher mitbekommen habe, war eine Stauchung\u201c, erinnert sich der erfahrene Parkourl\u00e4ufer Sowade. \u201eEs passiert wirklich nur sehr selten etwas.\u201c Das liegt daran, dass die Sportart nicht ganz so risikoreich ist, wie oftmals angenommen wird. \u201eWir versuchen bei unseren Tricks nicht, in die gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Gefahr zu geraten und sie zu \u00fcberwinden.\u201c Im Parkour gehe es stattdessen viel mehr darum, seine Grenzen zu kennen und mit K\u00f6rperbeherrschung schwierige Hindernisse zu meistern. \u201eNiemand wird daf\u00fcr gefeiert, dass er Knochenbr\u00fcche oder andere Verletzungen riskiert\u201c, versichert der 20-J\u00e4hrige. Ein beliebter Trick, den nahezu alle Parkourl\u00e4ufer beherrschen, ist der so genannte Wall-Run. Hierf\u00fcr laufen die Sportler auf ein Hindernis, das an der Wand steht, zu. Anstatt es einfach zu \u00fcberspringen, laufen sie mit sicheren Schritten waagrecht an der Wand entlang und gelangen so \u00fcber den Kasten. \u201eDas sieht zwar au\u00dfergew\u00f6hnlich aus, dabei kann aber nicht wirklich viel passieren\u201c, erkl\u00e4rt der Gruppenleiter.<\/p>\n<p>Parkour wurde vor allem durch spektakul\u00e4re Videos von jungen Sportlern bekannt, die durch Fu\u00dfg\u00e4ngerzonen, \u00fcber Baustellen und U-Bahnh\u00f6fe rennen und s\u00e4mtliche Hindernisse waghalsig \u00fcberspringen. Die meisten Wolfratshauser Parkourl\u00e4ufer beschr\u00e4nken sich jedoch auf das Training in der Halle. \u201eWenn man unsere Tricks in der \u00d6ffentlichkeit ausprobiert, hat man h\u00e4ufig Probleme mit Grundst\u00fccksbesitzern\u201c, erl\u00e4utert Sowade. Gelegentlich gebe es jedoch die M\u00f6glichkeit, die Bewegungen und Stunts \u2013 nat\u00fcrlich mit einer vorher eingeholten Genehmigung \u2013 auf Baustellen oder Grundst\u00fccken zu testen. \u201eSolche M\u00f6glichkeiten nehmen wir nat\u00fcrlich gerne an.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>STICHWORT: Parkour<\/p>\n<p>Parkour bezeichnet eine Fortbewegungsart, deren Ziel es ist, nur mit den F\u00e4higkeiten des eigenen K\u00f6rpers m\u00f6glichst effizient von Punkt A zu Punkt B zu gelangen. Der Parkourl\u00e4ufer bestimmt seinen eigenen Weg durch den urbanen oder nat\u00fcrlichen Raum \u2013 auf eine andere Weise als von Architektur und Kultur vorgegeben. Es versucht, sich in den Weg stellende Hindernisse durch die Kombination verschiedener Bewegungen so effizient wie m\u00f6glich zu \u00fcberwinden. Bewegungsfluss und -kontrolle stehen dabei im Vordergrund. Parkour wird deshalb auch als \u201eKunst der effizienten Fortbewegung\u201c bezeichnet. Parkour ist nicht wettbewerbsf\u00e4hig. Es kann auf einem Hindernisparcours durchgef\u00fchrt werden oder wird in der Regel in einer kreativen Neuinterpretation eines urbanen Raumes praktiziert. Parkour enth\u00e4lt das \u201eSehen\u201c der Umwelt in einer neuen Art und Weise und die Vorstellung der M\u00f6glichkeiten f\u00fcr die Bewegung um sie herum. Entwickelt haben Parkour Raymond Belle, sein Sohn David Belle und andere in den sp\u00e4ten 1980er Jahren. Popul\u00e4r wurde der Sport in den sp\u00e4ten 1990er Jahren und 2000er Jahren durch Spiel- und Dokumentarfilme sowie durch die Werbung.<\/p>\n<p>QUELLE: WIKIPEDIA<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Parkour \u2013 Sportart ohne Grenzen Von Dominik Stallein Quelle: Isar-Loisachbote\/Geretsrieder Merkur, Donnerstag, 18. Februar 2016 | Nr. 40 Felix Hempel sprintet auf die Hallenwand zu, ist nur noch wenige Schritte von ihr entfernt. 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